Heute geht’s die Schweiz erkunden.
Gerade rechtzeitig hab ich meine Lieblingskommilitonin Eva noch abgefangen, bevor sie ihr Praktikum in Basel beendet und wieder nach Braunschweig krabbelt.
Im Laufe der nächsten Tage gibt’s dann Bilder und Schwärmereien. Und wenn nicht, dann muss Eva wirklich befürchten nur noch krabbeln zu können.
Fremdfreude
8|02|10
Kürzlich hatte ich berlinerisch-braunschweigisch-spanischen Besuch. Und natürlich bestiegen wir das Grossmünster. Natürlich machten wir Fotos. Nur machte mein Besuch schönere als ich.
Man schaue sich das an:
Das Bild gibt’s in noch größer, als es hier hinterlegt ist und zwar auf der Seite der Verfasserin.
Rekapitulation
8|02|10
Als ich vor sehr genau fünf Monaten in die Schweiz zog und vorbereitend diesen Blog einrichtete, da waren meine Erwartungen an die – und damit mein Bild von der Schweiz noch ein anderes. Nicht umsonst ist dieser Blog mit einem Schimpfwort betitelt, nicht umsonst gab und gibt es die vorgesehene Kategorisie “negativ”, nicht umsonst spreche ich in der Idee alles befürchtend von einem “Experiment”.
Nun, die Bilanz sieht anderes aus. Wenn man die Kategorisierungen der Artikel anschaut – ich mache das mal wissenschaftlich und nehme nicht das schwammige Indiz der Befindlichkeit – dann steht es im Verhältnis recht klar 1:6, negativ zu positiv. Und wenn man sich die vermeintlich negativen Artikel im Einzelnen anschaut, dann sind es Dinge, die in Deutschland mindestens genauso sind, oder läppische Lappalien (aka eigene Blödheit), oder EU-Gekröse oder Ironie.
Oder eben die dappigen Dubels von der SVP.
Inzwischen muss und darf ich also rückblickend und freudig zugeben, dass die ganzen Befürchtungen unbegründet waren. Vielleicht bewege ich mich in den falschen (viel zu toleranten und offenherzigen) Kreisen, vielleicht ist Zürich nicht die Schweiz (ist es wohl wirklich nicht), vielleicht trage ich rosafarbene Kontaktlinsen und weiß nichts davon, aber ganz vielleicht ist auch einfach das Bild in den Medien verzerrt.
Es wäre zu einfach, das alles auf die olle SVP zu schieben, auch wenn diese eine befremdliche Vielzahl an Medienpartnern hinter sich schart. Ich kann es nicht auf die SVP schieben, ich kann es auch auf sonst niemanden schieben, dafür fehlt mir Weitsicht und Überblick, den ich nach fünf Monaten sicherlich noch nicht erlangt habe, gut möglich, nein, garantiert auch in den nächsten Monaten nicht erlangen werde. Ein Artikel der in Das Magazin, einem Beileger großer Schweizer Tageszeitungen erschienen ist, befasst sich mit der gegenwärtigen Diskrepanz von Medientenor und tatsächlicher Welt, mit besonderem Blick auf das Gesundheitsmetier. Der trotz einer gewissen Oberflächlichkeit lesenswerte Artikel mit dem Titel “Alles halb so wild mit den Deutschen” von Anuschka Roshani ist hier in der Gänze zu finden, der Kernabsatz nun im Zitat.
“Es kann doch kein Zufall sein, dass sich jemand wie Christina Springer länger gefragt hat, ob sie sich das wirklich antun muss: sich derartig wenig willkommen zu fühlen. Bei ihrer Ausbildung standen der Fachärztin aus Heidelberg genug andere Stellen offen, und sie überlegte im vergangenen Sommer hin und her, ob sie das Angebot aus Zürich annehmen sollte. In deutschen Zeitungen und Magazinen hatte sie immer wieder gelesen, dass Deutsche in der Schweiz alles andere als gern gesehen seien, sogar verhasst. Letztlich entschied sie sich dafür, weil ihr Freunde in der Schweiz bestätigten, dass «in Wahrheit alles halb so wild» sei.
Sonderbar, dass es Medienberichten heute noch gelingt, die Leute nervös zu machen. In einer Zeit, in der niemand mehr auf die Idee käme, die Wirklichkeit mit einem Flimmerbild zu verwechseln. Niemand mehr den Satz «Es steht in der Zeitung» als Beweismittel anführt. Jeder weiss, Medienbilder sind so naturidentisch wie das Erdbeerjoghurt mit der Erdbeere — ohne Geschmacksverstärker läuft gar nichts. Ohne Spektakel. Leise Töne im Fernsehen sind nun mal wenig unterhaltsam.
Und obwohl wir das alles wissen, haben es Zeitung und Fernsehen geschafft, gewollt oder nicht, mit dem Lamento über Deutsche nicht nur Quote, sondern auch Stimmung zu machen. Ein Feindbild aufzubauen, das im Konfliktfall mit der Wirklichkeit in Deckung gebracht wird.”
Zürich HB
7|02|10
Konstruktive Kommentare.01
6|02|10
Es gibt Kommentare, die verdienen es, gesondert vorgestellt zu werden. Heute der von Max. Er verwies mich auf:

via Annubis Blog, ursprünglich aus dem Schweizer Titanic-Pendant, dem Nebelspalter. Ich hoffe mit der Veröffentlichung an dieser Stelle keine Gerechtlichkeiten zu unterlaufen, sonst freue ich mich über einen Hinweis.
Ein Lächeln verändert die Welt
4|02|10
Wirklich gerne, hätte ich das entsprechende Video mit dem weltverändernden Lächeln einfach eingebunden. Aber meine Blogspaltenbreite ist schlichtweg zu schmal und wenn ich selbst im Quellcode rumpfusche, dann verweigert er das Abspielen. Und so muss ich euch zwingen HIER zu klicken und meine Seite zu verlassen.
Dabei habe ich es extra für diese Seite hier erstellt. So ein Schmarrn.
Ein wenig Herzzerriss
4|02|10
Angesichts eines zu guten Buches und damit verbundener, akuter Schreibunlust heute nur ein Video, das ein Freund wiederentdeckt hat.
Die deutsche Walze.02
2|02|10
Korrektur zu gestern:
Ich sage in Zukunft weder “Grüetzi”, noch “Ja ich bin Deutscher, aber sie können dennoch Schweizerdeutsch mit mir reden.” (was bisher noch der zweite Satz ist), sondern:
“Ja, ich verstehe es auch, wenn Sie mich auf Schweizerdeutsch beschimpfen. Lassen Sie’s ruhig raus.”
[Übrigens scheinen die Leute gerade wie blöd "Die deutsche Walze rollt" zu googeln...]


