Rezept.01 (Apfelkuchen)

4|10|09

Eigentlich müsste ich für die Uni recherchieren. Mittelalterliche Schlösser, königliche Zelte, bogenschützige Kleidung, steinige Stadtmauern, Blut, Tränen, Schweiß. Da das alles nicht ganz einfach ist – liegt schließlich 600 Jahre zurück – lenke ich mich ab. Ich versuche den zugehörigen Roman zu lesen (der leider sehr schlecht geschrieben ist), sauge die Wohnung und backe Kuchen. Weil ich noch Äpfel hatte, die dringend weg mussten natürlich. Leider hatte ich keine Butter, keine Magarine, sondern nur Öl. Und einen knappen Liter Sahne.

Folgendes Rezept stellte sich als genau das richtige heraus (von mir geändert, deshalb): Jonathans Apfelkuchen.

Zutaten für ein Blech oder eine Springform oder eine Quicheform:

  • 0,4 l Sahne (In der Schweiz haben die Päckchen 2,5 dl, daher bei mir ein schöner halber Liter!)
  • 200 g Zucker (Geschätzt, hatte keine Waage.)
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Zitrone
  • Backpulver
  • 5 Eier
  • 375 g Mehl (Auch gefühlte Menge.)

für den Belag:

  • 700g säuerliche Äpfel (in meinem Fall – Quicheform – nahm ich vier anständige Oschis. Säuerlich waren sie nicht. Lecker trotzdem.)

und für den Guss:

  • 100 g Butter (Hatte ich nicht, also eine äquivalent große Menge Sonnenblumenöl. 70 ml vielleicht.)
  • 100 g Zucker
  • 4 EL Milch (wer braucht Maßangaben? ’nen guten Schuss halt.)
  • 60 g Mandeln in Blättchen (Hatte ich nicht, also gemahlene und gehackte gemischt.)

Erst einmal Äpfel vorbereiten. Schälen, entkernen, in Spalten schneiden und mit dem halben Saft der Zitrone mischen.

Die Sahne mit Zucker, Vanillezucker und Zitronenschale (Hatte ich nicht, Zitrone war bestimmt gespritzt, also andere Hälfte des Zitronensafts rein.) mischen und fast steif schlagen. Dann Eier einzeln drunterrühren und anschließend Mehl und Backpulver. (Ich hab die Reihenfolge verplant, also zerstörte mir das Mehl die ganze Fluffizität und mit den Eiern hinterher wurde es auch nicht wieder vulomiöser.) Den Teig in eine gefettete Form gießen. Darauf die Äpfel verteilen. Die Chose in den Ofen schieben. Je nach Technik 160 bis 200 Grad.

Nun den Guss: In einem Topf das, nennen wir es mal, Fett zusammen mit dem Zucker und der Milch aufkochen. Mandeln druntermischen. Ich ließ es noch etwas köcheln. Wenn der Kuchen dann fünfzehn Minuten im Ofen war rausholen, Guss drauf verteilen und wieder in den Ofen schieben. Nach weiteren fünfzehn Minuten sollte es fertig sein, ich ließ es noch weitere fünfzehn Minuten drin. Stichprobe!

Auf dem Kuchen bildet sich eine schöne Mandelcaramelschicht. Grandios. Und die Konsistenz des Teiges… gedichthaft.

[Bild wird nachgereicht. Bis dahin sammelt schonmal Spucke.]

[Nachtrag: Fleißig gesammelt? Da ist es auch schon!]

Apfelsahnekuchen

Apfelsahnekuchen

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Eine Antwort to “Rezept.01 (Apfelkuchen)”

  1. Maika said

    Schande, ich hab keinen Ofen. Und doch soviel Appetit.

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