Der Witz mit der Minibar

17|02|10

Als wir unser Wiener Hotel buchten da irrten wir gewaltig beim Erwartungswert. Denn was stand da in der Beschreibung?

Eine Minibarfüllung inklusive.

In unseren Vorstellungen türmten sich die Fläschlein, der Alkohol war uns natürlich – als Teilzeit- und Vollzeitverweigerern – egal, doch es ging um die Möglichkeit der Auswahl. Um das allumfassende Sortiment, das keiner braucht. Um das fesselnde bunte Regal im Supermarkt, bei dem dann eigentlich doch nur die eine Packung unten links von Interesse ist. Um die Freude am Regenbogen, obwohl man doch eigentlich nur die eine Farbe ganz besonders schätzt. Um die Faszination der Vielfalt als solche, Sinn hin oder her.

Voller Vorfreude entsprechend der Blick auf die verheißungsvolle Schranktür.

Minibar01

Nochmal zur Erinnerung: Es geht um die Begeisterung an der Federpracht des Pfaus, obwohl man sich der Schlichtheit eines Schwans unbedingt bewusst ist. Es geht um die überbordende Form- und Farbkombination des Malewitsch, im Gegensatz zu einem schlicht subtilen Rothko. Es geht um das, was die Materialität des Indischen Apfels bei der Minibarschranktür verspricht, obwohl Kiefer auch sehr charmant sein kann.

Eine Minibarfüllung inklusive.


Minibar02

Verschissene Lockangebote.

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Eine Antwort to “Der Witz mit der Minibar”

  1. Maika said

    Cola light? Auch das noch. Aber nettes Zimmer.

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