Das Gute an Besuch aus der Heimat ist (neben unendlich vielen anderen Dingen), dass man sich tolle Produkte mitbringen lassen kann.

Katjes gibt’s hier nicht, oder nur im Minimalsortiment.
Drogerieartikel sind horrend teuer und für eine normale deutsche Supermarktauswahl muss man in ein Fachgeschäft.
Stroopwafeln gibt’s auch in Deutschland nicht. Umso praktischer, wenn man den Besuch vor ein paar Jahren mit dem Holland-Virus infiziert hat.

Juhu!

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Fremdfreude

8|02|10

Kürzlich hatte ich berlinerisch-braunschweigisch-spanischen Besuch. Und natürlich bestiegen wir das Grossmünster. Natürlich machten wir Fotos. Nur machte mein Besuch schönere als ich.

Man schaue sich das an:

Zürichpanorama von Maika

Das Bild gibt’s in noch größer, als es hier hinterlegt ist und zwar auf der Seite der Verfasserin.

Cremeschnitten und Rüeblikuchen bringen einen auf komische Ideen.

Dank sanfter Minustemperaturen konnte Maika am Mittwoch ihren ersten Zürcher Schneefall beobachten. Der perfekt knirschende und klebende Schnee wurde dann auch prompt zum Bau eines Schneekleinkindes benutzt. Dies ist Pit-Oliver. Er ist ein Opfer des geringen Konsensvermögens seiner Eltern. Denn Jonathan war der Meinung er ähnele einem Pit. Maika fand, er wäre ein perfekter Oliver. (Jonathan fand auch, eine rote Hundekackeneinsammeltüte würde seinen kleinen Schneekopf bereichern.) Nichtsdestotrotz ist Pit-Oliver das süsseste Schneekleinkind der Welt. Zumindest in den Augen seiner Eltern.

Pit-Oliver

Pit-Oliver

Heute ist es wärmer. Wahrscheinlich ist Pit „the Snowman“ Oliver jetzt Pit „the Pfütze in the Hundkackentüte“ Oliver.

RIP Pit-Oliver (2010-2010)

[Entsprechend meiner Vorsätze heute in einer Kooperation mit meinem spanischen Besuch. Sie, Er.]

Maika ist angekommen. Auf Gleis 3. Und nicht, wie gedacht, 14. Deswegen hatte sie auch leider keinen großartigen Empfang mit Poster und Luftballons, wie ihr versprochen wurde. Oder zumindest, wie sie es sich vorgestellt hatte.  Macht ja nix.

Laut Ankunftsplan hätte das TGV-Ding ja auch auf Gleis 14 ankommen. Müssen. Aber wenn sein kleiner, spontaner Stepptanz kein gebührender Empfang war – er weiß auch nicht.

Naja, war schon okay. Dafür gab es im Tram dann erstmal ein Update von Brangelina. Dank dem „Blick am Abend“. Danach machten sie sich auf die Suche nach einem Faservliesnähgewirke zum Filtern der üblen Herdgerüche im COOP-Supermarkt. Nachdem ihr Koffer sämtliche Gänge des Supermarktes durchstriffen hatte, fanden sie endlich – im untersten Fach eines kassennahen Ganges – das sogenannte Dunstabzugsvlies.

Beachtenswert ist dabei, dass der sprachaffine Tourist COOP nicht „koop“, sondern „kuhp“ ausspricht. Verziehen wurde dieser Faux-Pas jedoch spätestens mit der Verköstigung der aus Paris importierten Macarons. Die werden in Kürze auch in ihrer Schweizer Variante verputzt. Ewiger Favorit sind Caramel (mit Schleim) und Rose – schmeckt wie ausm Parfum gefischt.

Davor allerdings widmeten sie sich zuerst dem original Schweizer Menü: Spätzli mit Rotkräutli und Marroni. Dazu spanischen Wein. Und Quarkspeise.

Spätzli sind natürlich schwäbisch. Was auf wunderbar kulinarische Weise die Verbundenheit dieser beiden Völker aufzeigt.

Und Spanien.

Schwaben, Schweiz und Spanien.

Und Frankreich.

Und Spanien.

Begleitende Überlegungen:

Seit Bestehen seines Blogs hat der eingebaute Filter nunmehr 110 Spamkommentare unterdrückt. Langsam müssen also die Jubiläumsvorbereitungen in Angriff genommen werden. Aber wem muss gratuliert werden? Mir oder dem Filter?

Sollte man Zürich nur noch im Dunkeln erleben angesichts des dauergrauen Himmels?

Ist das Scheitern beim Umsetzen der Rezepte aus dem Macarons-Backbuch nicht vorprogrammiert?

Den vorgestrig dokumentierten Ausdruckstänzer entdeckte ich zusammen mit meinem Besuch in der überraschend schönen Predigerkirche. Diese eins einem Kloster zugehörige Gemäuer befindet sich an der Brunngasse direkt im Niederdorf und schon zigfach passiert, hatte ich sie zuvor seltsamerweise nie betreten. Vielleicht habe ich sie immer verflucht, weil sie immer im Weg steht, wenn man von der Polyterrasse ein Panorama zu fotografieren versucht.  Dabei ist sie ungeheuer schön.

Predigkerkirche

Predigkerkirche

Und als wir dort so saßen, vor allem erfreut angesichts des enormen Angebots an Bänken (mit Lederpolstern!) als des sakralen Raum, da füllten plötzlich sphärisch-rhythmische Klänge die drei Schiffe. Und dann begann auch noch dieser Mann zu tanzen. Er startete die Musik, eilte an seine Startposition, tanzte seine sieben Schritte, dann vert(r)at er sich. Also huschte er zu der Musikanlage, startete neu, tänzelte wieder los.

Sowas muss man in einer Kirche erst einmal geboten bekommen.

Dann gingen wir.

Noch hinweisenswert für müde Touristenfüße: Es gibt im linken Seitenschiff der Predigerkiche eine schöne Sitzgruppe.

Corbusiersessel in der Predigerkirche

Corbusiersessel in der Predigerkirche

Achso. Nebendran direkt ist die Predigergasse, die ist auch sehr nett. Schöne kleine Handwerkslädchen.

Schild Predigergasse

Schild in Predigergasse

Predigergasse

Blick entlang der Predigergasse (im Hintergrund der Kirchturm)

Rätsel

3|12|09

Was will uns dieser Mann sagen?

Ausdruckstanz

Und Zusatzfrage: Warum ist die Frau in der ersten Reihe nicht total aus dem Häuschen?

Über die Illuminierung der Zürcher Innenstadt zu den Weihnachtstagen (ich wollte das Wort „Weihnachtsbeleuchtung“ nicht erneut verwenden – … – Mist.) wird noch einiges zu schreiben sein. Sie wird kontrovers diskutiert, vor allem von dem blinkenden Etwas über der Bahnhofstrasse wird bald berichtet werden.

Bei meinem gastbegleiteten Ausschau vom Grossmünster jedoch hielt ich auch die Lichtallee entlang der Limmat fest. Zumindest zwei Exemplare davon.

Limmatrand

Weil gerade einiges zu tun ist – am kommenden Dienstag steht der „Boxenstopp“, eine Präsentation von einfach allem, einfach mal so zwei Wochen vor Abgabe – wird es die nächsten Tage an dieser Stelle wortkarg zugehen. Für das ein oder andere Bild sollte allerdings Zeit sein. Die Texte liest ja eh niemand.